Die Schülerinnen und Schüler der fünf 8. Klassen der Realschule Dingolfing nahmen kürzlich am interaktiven Präventionsprojekt „Cannabis – quo vadis?“ teil. Ziel des Workshops war es, sachlich über Wirkungen, Risiken und rechtliche Rahmenbedingungen des Cannabis-Konsums zu informieren und die Jugendlichen für mögliche Folgen zu sensibilisieren.
Durchgeführt wurde die Veranstaltung an zwei Vormittagen von den Präventionsbeauftragten des Landkreises Dingolfing-Landau, Julia Dichtl und Luisa Mifka. Dichtl vermittelte grundlegendes Wissen rund um das Thema Cannabis. Dabei wurden sowohl mögliche als angenehm empfundene Wirkungen als auch unangenehme Nebenwirkungen sowie körperliche und psychische Folgen thematisiert. Anhand eines Fallbeispiels erläuterten die Referentinnen zudem die aktuelle gesetzliche Lage in Deutschland. Ein besonderer Fokus lag auf den Konsequenzen für Jugendliche unter 18 Jahren – etwa im Hinblick auf Führerschein, Schul- oder Ausbildungsplatz. Ein praxisnahes Element stellte ein Parcours mit einer Simulationsbrille dar. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei nachempfinden, wie sich eine beeinträchtigte Wahrnehmung anfühlt und welche Auswirkungen dies auf die Verkehrstauglichkeit hat. So wurde deutlich, welche Gefahren nicht nur für die Konsumierenden selbst, sondern auch für unbeteiligte Dritte entstehen können. Mifka wies außerdem darauf hin, dass viele Jugendliche die tatsächliche Verbreitung des Cannabis-Konsums überschätzen. Diese Fehleinschätzung könne den sozialen Druck erhöhen, selbst zu konsumieren, um nicht als Außenseiter zu gelten. Der Workshop vermittelte die Inhalte auf unterhaltsame und zugleich eindrückliche Weise. Ziel war es, den Jugendlichen eine fundierte Wissensgrundlage zu bieten, um eigenverantwortliche Entscheidungen im Umgang mit Suchtmitteln treffen zu können. Abschließend ermutigten die Referentinnen die Schülerinnen und Schüler, sich bei Problemen oder Unsicherheiten frühzeitig professionelle Unterstützung zu suchen.
