10. Klassen besuchen KZ-Gedenkstätte Dachau

Exkursion ist wichtiger Beitrag zur Demokratieerziehung

Die sechs 10. Klassen der Herzog-Tassilo-Realschule setzten sich im Rahmen einer Exkursion intensiv mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander. Ziel war die KZ-Gedenkstätte Dachau, einer der bedeutendsten Erinnerungsorte an die Verbrechen des NS-Regimes in Deutschland.

Bei einer fachkundigen Führung von Lehrkräften des Dachauer Effner-Gymnasiums erhielten die Schülerinnen und Schüler einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte des Konzentrationslagers, das bereits 1933 errichtet wurde. Es wurde betont, dass das Lager von Beginn an intensiv genutzt wurde, um politische Gegner des Nationalsozialismus zu inhaftieren, Widerstand zu brechen und die Bevölkerung einzuschüchtern. Die Jugendlichen erfuhren, wie systematisch demokratische Strukturen abgebaut und grundlegende Menschenrechte außer Kraft gesetzt wurden.

Der Rundgang über den Appellplatz, die rekonstruierten Baracken, das Krematorium sowie der „Bunker“ hinterließen bei den Jugendlichen einen nachhaltigen Eindruck. In Gesprächen wurde deutlich, wie wichtig Erinnerungskultur ist, um heutige demokratische Werte zu verstehen und zu schützen. Diesen gesamtgesellschaftlichen Auftrag setzt die Herzog-Tassilo-Realschule bewusst um und betrachtet die Exkursion als wichtigen Beitrag zur politischen Bildung. Die Realschule trägt das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und sieht es als Aufgabe, junge Menschen für den enormen Wert von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Zivilcourage zu sensibilisieren.

Der Besuch in Dachau war damit mehr als ein historischer Rückblick. Er war ein eindringlicher Appell an die Schülerinnen und Schüler, die Demokratie aktiv zu schützen und sich gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit zu stellen.