Studienfahrt der Klassen 10 d und 10 e

41 Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte der Klassen 10 d und 10 e der Realschule Dingolfing starteten kürzlich ihre Studienfahrt nach Berlin.

Die Busfahrt lief wie geplant und mittags stand bereits das erste zeitgeschichtliche Programm an, ein Zwischenstopp im einst von der Mauer geteilten Dorf Mödlareuth. Die Gemeinde mit nur 48 Einwohnern, auch bekannt als „Little Berlin“, wurde 1949 geteilt und die innerdeutsche Grenze verlief mitten durch den Ort. Heute ist es ein Ort der Begegnung und Erinnerung mit der Gedenkstätte Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth. Die Schüler trotzten dem etwas nasskalten Wetter, erkundeten interessiert das Freigelände und begutachteten unter anderem Grenzschutzanlagen und den in der DDR als antifaschistischer Schutzwall bezeichneten Rest der Mauer. Angekommen in der Hauptstadt, wurde dann zunächst die Gegend erkundet. Am Dienstag ging es ins Spionagemuseum und bei einem kleinen Spaziergang bis zum Holocaustdenkmal, abends feierte man ausgelassen in der Schülerdisco Osthafen. Der Mittwoch startete im Madame Tussauds, dem Wachsfigurenkabinett. Stars wie Beyonce oder Weltpolitiker wie JFK sind in der Ausstellung zu sehen. Nach einer Mittagspause rasten die Schüler mit ihren Handys, die sie für die digitale Stadtrallye benötigten, durch die Berliner Innenstadt. Treffpunkt war dann am Abend das Hard Rock Café am KuDamm. Zur Überraschung mancher Jugendlicher wurde im Anschluss nicht sofort das Hotel angesteuert, denn zahlreiche Gebäude in der Stadtmitte waren aufgrund des „Festival of lights“ bestrahlt und erleuchteten farbenfroh. Tags darauf besichtigten alle die Gedenkstätte Hohenschönhausen. Das ehemalige Stasi-Gefängnis ist ein Ort, der den Besuchern die Grausamkeit des SED-Regimes nahebringt. Am Nachmittag wurde die Dingolfinger Reisegruppe von einem Mitarbeiter des CDU-Abgeordneten Günter Baumann herzlich im Bundestag begrüßt. Der junge Mann entlockte den Jugendlichen zahlreiche Fragen, die er wiederum mit Witz und Charme beantwortete. Günter Baumann stieß nach seiner Rede im Kabinett hinzu und begleitete die Klassen auf die Kuppel. Anschließend hatten einige Schülerinnen und Schüler noch Tickets für das Musical „Romeo und Julia“ im Theater des Westens reserviert, während der Rest in der Zwischenzeit schon wieder die Koffer für die anstehende Heimreise am nächsten Morgen packte.